Klimakonzept nimmt Fahrt auf

Das Integrierte Energetische Quartierskonzept, so die offizielle Bezeichnung, läuft schon seit Mai 2021 und im Rahmen der Konzepterstellung stand die nächste Bürgerversammlung am 2.9.2022 an. Die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger waren hoch und mit knapp 70 Teilnehmern war der Saal im Lönskrug rappelvoll.

Die Klimaschutzagentur Weserbergland stellte die Inhalte des Quartierskonzeptes und die sich daraus ergebenden Maßnahmen vor. Im Mittelpunkt des Quartierkonzepts soll eine zentrale Wärmeversorgung für den Ort Grupenhagen und den Ortsteil Bruch stehen. Angesichts rasant steigender Brennstoffpreise und Versorgungsunsicherheiten hat dieses Thema und seine Umsetzung zusätzlich zum Umweltschutz an Bedeutung gewonnen und brennt den Menschen auf den Nägeln.

Konsens trotz offener Punkte und politische Anerkennung

Ein Konsens besteht darin, dass eine gemeinsame Wärmeversorgung über ein Nahwärmenetz kostengünstiger sein wird, als wenn jeder – statt der bisherigen Ölheizung – eine eigene Lösung sucht. Offen ist, in welcher Form die Wärme erzeugt wird. Das kann zum Beispiel ein zentraler mit Holzhackschnitzel befeuerter Kessel sein, die Nutzung der Erdwärme durch Geothermie, Einbindung von Photovoltaik oder eine Kombination von Energiequellen. Hier gibt es noch keine Festlegung. Außerdem wäre in Bezug auf diesen Punkt auch erst noch die Suche nach einem Betreiber und dessen Einstellung dazu abzuwarten.

Bei etlichen Bürgerinnen und Bürgern taten sich mit der Vorstellung durch die Klimaschutzagentur viele neue Fragen auf, womit manche Erwartungshaltung enttäuscht wurde.  Das liegt sicher einerseits an der Komplexität der Thematik, andererseits wäre es wünschenswert gewesen, manche Lösungsansätze so zu präsentieren, dass sie für alle Teilnehmer verständlicher und praktischer sind. Zudem sorgten nicht oder nur ausweichend beantwortete Fragen für Unverständnis.

Aber es gab auch Lob: Aerzens Ratsherr Thomas Thau, unter anderem Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz, Tourismus- und Kulturangelegenheit, zeigte sich begeistert von der Veranstaltung der Zukunftswerkstatt, dem Engagement der Bürger und Bürgerinnen und von den bereits erreichten Zwischenergebnissen.

Und so geht es weiter

Im weiteren Verlauf der Bürgerversammlung hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, sich zur weiteren Mitarbeit in Themengruppen einzutragen, damit sich an das durch die Klimaschutzagentur noch abzuschließende Quartierskonzept das Sanierungsmanagement direkt anschließen kann. Das wesentliche Bürgerinteresse zur weiteren Mitarbeit entfiel auf die beiden Gruppen, die sich mit der Weiterentwicklung der Themenschwerpunkte Wärmeerzeugung sowie Freiflächenphotovoltaik befassen werden. Spontan fanden sich hierzu zusammen 30 Bürgerinnen und Bürger bereit, was deutlich macht, dass die Bevölkerung zu diesen Punkten Lösungen erwartet, aber auch bereit ist, gemeinsam danach zu suchen.

Uns ist ganz wichtig, dass das Projekt erfolgreich weiterentwickelt wird – und zwar gemeinsam mit den Grupenhägern. Sowohl bei der zentralen Wärmeerzeugung als auch einer möglichen Freiflächenphotovoltaikanlage wäre es daher sehr wünschenswert, eine Bürgerbeteiligung vorzusehen. Wir wollen und können zusammen etwas erreichen! Und auch Aerzens Bürgermeister Andreas Wittrock schätzt die Idee von der zentralen Wärmeversorgung als gut umsetzbar ein, zeigte sich beeindruckt von den Teilnehmerzahlen an den Arbeitsgemeinschaften, die die Inhalte des Quartierkonzepts mit der Klimaschutzagentur erarbeiten und hebt darüber hinaus die Vorbildrolle Grupenhagens hervor. „Werden Sie für den Flecken Aerzen das Leuchtturmprojekt“, fordert er die Grupenhäger auf. Der Flecken Aerzen beteiligt sich anteilig an den Kosten des Konzepts.

Im Anhang zum Nachschlagen:

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