1. Kulinarischer Dorfrundgang war ein echter Leckerbissen

Vom Urlaubssouvenir zum Dorfevent entwickelte sich der 1. Kulinarische Dorfrundgang in Grupenhagen. Detlef Brockmann, der Vorsitzende der Zukunftswerkstatt Grupenhagen, hatte die Idee aus einem Urlaub mitgebracht. Die Umsetzung in der Heimat allerdings musste aufgrund der Coronabeschränkungen eine Zeit lang pausieren, doch am vergangenen Samstag war es dann endlich soweit: An acht Stationen im Ort sowie im Grupenhäger Bruch luden private Gastgeber zu einer kulinarischen Rast auf dem Spaziergang durchs Dorf ein.

Ob in einem lauschigen Gartenpavillon, beschattet von Bäumen am Ufer des Beberbachs, in der Hauseinfahrt, auf dem Bauernhof oder mitten auf der Dorfstraße, der 1. Kulinarische Dorfspaziergang in Grupenhagen, initiiert von der örtlichen Zukunftswerkstatt, war nicht nur aufgrund der vielen Leckereien, die von den privaten Gastgebern gereicht wurden, ein absolut gelungenes Event. 
Das Ambiente, in dem die Menschen zusammenkamen, plauderten und begleitet von jeweils passenden Getränken bewusst kleingehaltene Portionen genossen, konnte unterschiedlicher nicht sein. Dabei gab es für den Spaziergang durch Grupenhagen keine vorgegebene Route, sondern lediglich eine Karte, auf der die Stationen gekennzeichnet waren.
„Jeder kann selbst entscheiden, wo er zuerst und zuletzt hingehen möchte, ob er alle Stationen besucht oder sich nur einige Leckerbissen herauspickt. Das allerdings wird schwer, denn lecker ist alles“, sagt Initiator Detlef Brockmann schon zu Beginn des Rundgangs.
Später zeigte er sich absolut begeistert von der locker-gemütlichen Stimmung an den einzelnen Stationen, dem vielfältigen internationalen Speisen- und Getränkeangebot und der großen Resonanz auf die gelungene Premiere.

Für die Veranstaltung war ganz bewusst auf überörtliche Werbung verzichtet worden, weil die Zukunftswerkstatt mit dem neuen Format erst einmal im überschaubaren Rahmen Erfahrungen sammeln wollte und die Gastgeber nicht förmlich überrannt werden sollten, wie die Verantwortlichen vom Zukunftswerkstatt-Verein berichten.

Bernd Schneider hat im Garten der Gastgeber-Familien Nick und Gehring eine Besucherstrichliste geführt. Am frühen Abend hatten fast 100 Gäste die „Süße Kunst“ in Form von Kuchen, Torten, Mutzen, Kaffee und Tee sowie Gemälden genossen und dabei „Hobbygärtnerin“ Irma Nick so manches Kompliment für ihren gelungen gestalteten Garten zukommen lassen.

Gleich gegenüber bei den Familien Faber, Hoyer und Gehring war Sommerparty-Stimmung rund um die Stehtische angesagt. Hier gabs zu würzigen Langos-Hefefladen Slushy-Trinkeis.

Der Duft von hausgemachten Kartoffelpuffern mit allem Drum und Dran lockte die Spaziergänger zur Bösingfelder Straße. Die Nachbarschaft hatte sich zusammengeschlossen und fleißig Zutaten geschält und gerieben. Als Topping für die knusprigen Reibekuchen wurde von Apfelmus über Heidelbeeren bis hin zum Lachs für jeden Geschmack etwas geboten.

Familie Pirlogeanu nahm ihre Gäste kulinarisch mit in ihre Heimat Rumänien und tischte deftige landestypische Spezialitäten auf: Kohlrouladen, Cevapcici und Polenta.

Die Heimat spiegelte sich auch auf dem schlesischen Mohnkuchenbüfett von Familie Bleibohm wider. Veronika Bleibohm hatte die Grundstücksmauer mit Kissen bestückt und die Kaffeetafel bei angenehmen Hochsommerwetter auf die Schulstraße verlegt.

Am Beberbachufer lud Familie Grote zum Pizzaessen ein. Dafür hatte sie sich extra die zu einem fahrenden Pizzaofen umgebaute Piaggio Ape 50 eines Freundes ausgeliehen. Die Spaziergänger mochten die mediterran mit Zitronen und Eukalyptuszweigen dekorierten Tafeln gar nicht verlassen und sich von dem vorherrschenden Urlaubsgefühl verabschieden, doch weitere Stationen warteten, wollte man zwischen 14 und 18 Uhr das kulinarische Angebot erwandern.

Quiche, Kunst und Riesenseifenblasen erwarteten die Gäste bei Familie Lunkowski-Kluwe und dazu der Blick auf einen Walnuss-Baum mit gigantischen, pfirsichgroßen Früchten.

Käse schließt bekanntlich den Magen und so scheuten die Dorfrundgänger auch den Verdauungsspaziergang in den etwas außerhalb gelegenen Grupenhäger Bruch nicht, um bei Familie Wehrmann Joghurt und Käsevariationen aus eigener Herstellung zu probieren.  „Hier war ich das letzte Mal mit 14 und das ist jetzt 40 Jahre her“, staunt Erik Hubel über die Entwicklung des Hofes.

Genau wie im Grupenhäger Bruch fiel auch an allen anderen Stationen im Dorf die herzliche Gastfreundschaft auf, mit der nicht nur die Dorfbewohner, sondern auch auswärtige Besucher, die von der Veranstaltung erfahren hatten oder einfach nur zufällig vorbeikamen, empfangen wurden.
Vielerorts waren die Tafeln einladend mit blütenweißer Tischwäsche sowie Goldrand-Porzellan eingedeckt und mit bunten Sommerblumen dekoriert.
„Für den Genuss der angebotenen Speisen wird kein Preis erhoben, sondern um eine Spende gebeten, damit die Kosten der Gastgeber gedeckt werden können“, erklärt Detlef Brockmann zur Organisation.

Sein Resümee, dem sich sowohl Gäste als auch Gastgeber anschließen können: „Eine absolut gelungene Veranstaltung und gerne wieder!“  

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