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Brandhaus Lemgo

Heute haben mich die ersten Bilder und Videos von der Atemschutzausbildung im Brandhaus Lemgo erreicht.

Am letzten Donnerstag waren die ersten 8 Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Grupenhagen erstmalig im Brandhaus in Lemgo zu einer sogenannten Heissübung. Und das es heiss war konnten alle Teilnehmer bestätigen. Nach kurzer Einweisung ging es zunächst zur Wärmegewöhnung. Da waren dann an der Decke schon mal locker über 500 Grad Celsius Brandhaus Lemgo weiterlesen

Brennender Wäschetrockner

Alarm für Egge und Grupenhagen am Samstag um 20.09 Uhr. Aus einem Wohnhaus in Egge wurde ein Waschmaschinenbrand gemeldet. Als dort die Bewohner nach der Wäsche im Trockner schauen wollte, hatten sie festgestellt, dass das gesamte Badezimmer voller Rauch war. Sie alarmierten die Feuerwehr und brachten sich in Sicherheit.

TrocknerDie Ortswehr Egge drang ausgerüstet mit Atemschutz in die inzwischen verqualmte Wohnung vor und entdeckte den in Brand geraten Wäschetrockner. „Wir haben den Trockner kurzerhand ins Freie gebracht und dort in Zusammenarbeit mit der Ortswehr Grupenhagen abgelöscht. Auch einige Einrichtungsteile in dem Bad hatten schon Feuer gefangen, konnten aber schnell abgelöscht werden“, berichtet Egges Ortsbrandmeister Heinrich Pape. Anschließend wurde die Wohnung noch kräftig gelüftet. Hierbei kam erstmals der Druckbelüfter und das Notstromaggregat aus Grupenhagen in Einsatz.

Die Besatzung eines DRK-Rettungswagens untersuchte das Ehepaar auf eine mögliche Rauchgasvergiftung. Neben dem zerstörten Trockner, der vermutlich durch einen Defekt an der Elektronik in Brand geriet, hat auch der Brandruß nach Angaben vor Ortsbrandmeister Pape erheblichen Schaden in vielen Wohnräumen angerichtet. Die Wohnung ist vorerst nicht bewohnbar und das Ehepaar hat sich zunächst in seinem Wohnwagen einquartiert.

Spezifische Gefahren von Photovoltaikanlagen

Von Photovoltaikanlagen können in bestimmten Fällen erhebliche Gefahren ausgehen. Insbesondere sind Brände immer wieder Gegenstand von Diskussionen und Berichterstattungen. Allerdings wird meist nur auf die Gefahren der Photovoltaik für die Feuerwehrkräfte eingegangen. Daneben sind allerdings auch Bedrohungen für andere Personen, Tiere, die Umwelt und Sachen nicht zu vernachlässigen.

Gefahren für die Einsatzkräfte

Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr können sich bei dem Brand einer Photovoltaikanlage folgende gefährliche Situationen ergeben: Bei der Verbrennung entstehen giftige Gase. Dies ist unter anderem auf die Werkstoffe zurückzuführen, die in der Photovoltaikanlage verbaut sind, etwa Verbundstoffe oder Kabelisolierungen und Ähnliches. Auch durch herabfallende Teile sind die Einsatzkräfte gefährdet. Hierbei ergeben sich nicht nur durch die hohen Gewichte Gefahren, sondern vor allem durch umherfliegende Splitter. Ein weiterer Gefahrenpunkt ist die Ausbreitung des Brandes. Durch die montierten Module ergibt sich ein Kamineffekt, der den Brand verstärken kann und für ein Übergreifen auf andere Gebäudeteile sorgen kann. Außerdem kann die Brandausbreitung unterhalb der Module am Dach nicht verfolgt werden. Die größte Gefahr für die Einsatzkräfte ergibt sich aber durch die Elektrizität. Denn Photovoltaikanlagen lassen sich prinzipbedingt nicht völlig stromlos schalten. Sind die Photovoltaik Module beschädigt, können sehr große Gleichspannungen auftreten, die zu gefährlichen Lichtbögen entwickeln können. In Verbindung mit dem Löschwasser können sich Gefahren ergeben, etwa wenn Einsatzkräfte sich in überfluteten Räumen bewegen, in denen sich auch leitfähige Teile der Photovoltaikanlage befinden.

Umwelt und Ausbreitung

Die Umwelt ist dagegen in erster Linie durch Freisetzen von Giftstoffen bei einem Brand gefährdet. Aber auch die Ausbreitung des Brandes ist für die Umwelt eine nicht zu unterschätzende Gefahr.

Übersicht zu den Gefahren von Photovoltaikanlagen

Wer ist gefährdet? Schadstoffe herunterfallende Teile Brandausbreitung Elektrizität
Einsatzkräfte der Feuerwehr Freisetzung von giftigen Gasen bei Verbrennung von Kunststoff Bruchteile von Modulen; Einbruch des Daches; Glassplitter, Befestigungsteile etc. Kamineffekt; Dachöffnung nicht möglich; Brandausbreitung nicht sichtbar Lichtbögen; hohe Gleichspannung; Löschwasser ist leitend
Personen und Tiere s.o. s.o. s.o. s.o.
Sachen s.o. s.o. Lichtbögen können zu weiteren Bränden führen
Umwelt s.o. s.o. evtl. Übergriff auf Bäume etc.

Nähere Informationen gibt es auf dieser Seite: www.photovoltaik.org