Presseartikel

MULTHÖPEN/GRUPENHAGEN. Ein Waldbrand hat am Mittwochnachmittag Feuerwehreinsatzkräfte aus mehreren Gemeinden des Landkreises Hameln-Pyrmont beschäftigt. In einem unwegsamen Gelände zwischen Multhöpen und Grupenhagen standen auf zirka 25 000 Quadratmetern Fläche Nadelbäume und Unterholzhölzer in Flammen.

Landwirte hatten gegen 13 Uhr gesehen, dass am Waldrand oberhalb von Grupenhagen heller Rauch aufstieg und informierten die Leitstelle. Wenig später heulten im Umkreis die Sirenen. Neben den Aerzener Wehren orderte Einsatzleiter Jörg Pyka Tanklöschfahrzeuge aus Heßlingen und Halvestorf an die Brandstelle, um die Wasserversorgung sicherzustellen.

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Es war ein schweißtreibender Einsatz für die nahezu 80 angerückten Freiwilligen, die mit Schläuchen und Feuerpatschen gegen die Flammen vorgingen. Von oben schienen Sonnenstrahlen auf die dicke Einsatzbekleidung, unter den Fußsohlen spürten die Feuerwehrleute die Hitze des kurz zuvor verbrannten Waldbodens. Im Pendelverkehr brachten Löschfahrzeuge Wasser zu eingerichteten Entnahmestellen im Wald und einem angrenzenden Stoppelfeld. Auch die Landwirte boten ihre Hilfe an. Mehrmals zogen sie mit einem Gülleanhänger am Waldrand entlang und durchnässten den Boden.

Nach gut einer Stunde hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Einzelne glimmende Bäume wurden mit Kettensägen gefällt. Zur Brandursache konnten ermittelnde Polizeibeamte noch keine Angaben machen. Rund 1000 Festmeter Nadelholz, sollen durch das Feuer vernichtet worden sein, hieß es.


GRUPENHAGEN. In Grupenhagen und in Egge wurden am Dienstagmorgen Feuerwehrleute zu ihren Löschfahrzeugen gerufen. Nach einem Verkehrsunfall sollten die Freiwilligen einen Fahrzeugbrand bekämpfen. Auf der Landesstraße 432 hatte kurz zuvor ein Audi einen plötzlich über die Straße laufenden Keiler frontal erfasst.

1456795_1_articledetail_270_0900_9781_lkae_ube_1708Nach der Kollision geriet der Wagen nach rechts von der Straße ab und fuhr in einem Graben. Der 21 Jahre alte Fahrer aus Bösingfeld, der auf dem Weg zur Arbeit war, hatte Glück im Unglück: Er kam mit dem Schrecken davon. Auf dem Grünstreifen wäre sein Kombi beinahe gegen einen Straßenbaum geprallt. „Da hat echt nicht viel gefehlt“, meinte der junge Mann, als er später die Spur im Gras anschaute, die die Reifen seines Wagens dort hinterlassen hatten. Zunächst sah es so aus, als habe das Auto Feuer gefangen. Schnell stand dann aber fest: Gebrannt hat es nicht. Es sind nur Kühlwasserdämpfe und Treibgase aus den Airbags aufgestiegen. Nach einigen Minuten bestellte der Autofahrer deshalb die Feuerwehr ab. Das Wildschwein verendete im Straßengraben. Der Audi wurde stark beschädigt.

Ulrich Behmann
05151 / 200-413
u.behmann@dewezet.de

Wie Friedhelm Senke mit Feuerwehrfahrzeuge jongliert

Aerzen (sbr). Die von Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner angekündigte Zwischenlösung ist perfekt: Während in einem traditionellen Kinderspiel ein Taler oder ein Ringlein auf Wanderschaft von Hand zu Hand geschickt wird, jongliert man innerhalb des Fleckens Aerzen fleißig Feuerwehrfahrzeuge hin und her. Ringtausch oder „eine vorläufige Lösung für den durch die Politik verursachten Investitionsstau im Bereich der Ersatzbeschaffung von Feuerwehreinsatzfahrzeugen“, nennt es Aerzens Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke.

Möglich macht diese Zwischenlösung, die die Feuerwehrfahrzeugvakanz in Dehmke kurzfristig überbrückt und die Ersatzbeschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges mit eingebautem Wassertank (TSF-W) für die Ortswehr Grießem um einige Jahre hinauszögert, eine Gebrauchtfahrzeugschenkung des Atomkraftwerkes Grohnde an den Flecken Aerzen. Das 28 Jahre alte Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) der Werkfeuerwehr des Atomkraftwerkes wird zukünftig den Brandschützern der Ortswehr Grupenhagen zur Verfügung stehen.

Diese wiederum geben ihr Tragkraftspritzenfahrzeug, Baujahr 1998 an die Ortswehr Grießem ab. Das bisher dort stationierte und aufgrund hohen Reparaturaufwands bereits zur Ersatzbeschaffung angemeldete, 24 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug überbrückt die Vakanz bis zur Auslieferung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges bei der Ortswehr Dehmke.

Das wegen gravierender Fahrzeugmängel und demnächst auch fehlender TÜV-Plakette ausgemusterte Tragkraftspritzenfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Dehmke, Baujahr 1984, wird künftig der Jugendanstalt in Hameln für Ausbildungszwecke zur Verfügung stehen.

„In Abstimmung mit meinen beiden Stellvertretern und dem Bürgermeister habe ich mich für diesen Ringtausch entschieden“, erklärt Gemeindebrandmeister Senke. Dabei galt es abzuwägen, in welcher Aerzener Ortswehr das Tanklöschfahrzeug stationiert und zweckmäßig eingesetzt werden kann.

„Dehmke und Grießem schieden von vornherein aus, weil ihre Garagen den Zwölftonner nicht hätten aufnehmen können. Also fiel die Entscheidung über den Standort letztendlich zwischen den Ortswehren Reher und Grupenhagen“, erläutert der Gemeindebrandmeister die Standortentscheidung, wobei die Anzahl der Führerschein-Klasse-zwei-Inhaber ausschlaggebend war.

Allerdings wird eine Ausnahmegenehmigung des Kreisbrandmeisters Frank Wöbbecke vonnöten sein, um das Einsatzfahrzeug außerhalb des Kraftwerksgeländes so einsetzen zu können, wie es die Vorschriften der Freiwilligen Feuerwehr vorsehen. Zu dem Wagen gehöre eine Mannschaft, und da das Tanklöschfahrzeug des Atomkraftwerkes speziell für die dortigen Anforderungen gebaut worden sei und nur eine dreiköpfige Besatzung aufnehmen könne, müsse künftig in Grupenhagen auch ein Mannschaftstransportwagen (MTW) im Einsatzfall mit ausrücken, damit mindestens eine Staffelbesetzung, bestehend aus sechs Feuerwehrleuten, beim Einsatz vor Ort sein könne, erklärt Senke. Wenn alle Formalitäten erledigt seien, stehe dem Ringtausch der Feuerwehreinsatzfahrzeuge innerhalb der Gemeinde Aerzen nichts mehr im Weg, sagt der Gemeindebrandmeister weiter.


 

Seit 70 Jahren bei der Feuerwehr

Helmuth Reineke erhielt dafür jetzt eine besondere Ehrung

Zahlreiche Ehrungen, Beförderungen und Ernennungen standen auf der Tagesordnung der Freiwilligen Feuerwehr Grupenhagen mit Ortsbrandmeister Frank Larsen (re.) an der Spitze. Foto:sbr
Zahlreiche Ehrungen, Beförderungen und Ernennungen standen auf der Tagesordnung der Freiwilligen Feuerwehr Grupenhagen mit Ortsbrandmeister Frank Larsen (re.) an der Spitze. Foto:sbr

Grupenhagen (sbr). In den vergangenen zwölf Monaten wurde die Freiwillige Feuerwehr Grupenhagen zu einer technischen Hilfeleistung sowie zweimal zur Brandbekämpfung alarmiert.

Schlamm musste von den Freiwilligen um Ortsbrandmeister Frank Larsen nach einem Hochwasser von einer Straßenkreuzung entfernt und ein Entstehungsbrand im Wald am Grupenhäger Bruch bekämpft werden.

Darüber hinaus leistete die Ortswehr nachbarschaftliche Löschhilfe beim Brand eines Wäschetrockners in Egge.

47 Aktive, davon elf Frauen, elf Kameraden und eine Kameradin in der Altersabteilung, zwölf Jungen und vier Mädchen in der Jugendfeuerwehr sowie 101 Freunde und Förderer engagieren sich aktuell in der Ortswehr.

Im Musikzug spielen derzeit 33 Musiker.

Insgesamt leistete die Freiwillige Feuerwehr Grupenhagen 11731,5 Dienststunden. Auf die praktische und theoretische Ausbildung entfielen 2476 ehrenamtliche Stunden. Der Musikzug steuerte insgesamt 3962,5 Stunden bei und die Jugendfeuerwehr leistete 5293 Dienststunden. Darüber hinaus sammelte die Ortswehr über 40 Tonnen Altpapier und leistete damit insgesamt 411 Stunden Dienst für die Allgemeinheit.

Die stellvertretende Jugendwartin Heike Larsen, der Gruppenführer der 3. Gruppe, Michael Walter, der Gruppenführer der 1. Gruppe, Christoph Senke, der Kassenführer Rolf Albert, die Gerätewarte Mathias Ritterbusch und Jürgen Ritter sowie der Atemschutzbeauftragte Mathias Bartsch wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Eine besondere Ehre wurde Helmuth Reineke zuteil. Er ist bereits 70 Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Auf sechs Jahrzehnte Mitgliedschaft kann Otto Naase zurückblicken. Mit dem Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Alfred Walter ausgezeichnet. Andre Dennow wurde zum Löschmeister befördert, Helga Senke zur Ersten Hauptfeuerwehrfrau, Jürgen Pfeiffer zum Ersten Hauptfeuerwehrmann, Jennifer Larsen zur Hauptfeuerwehrfrau sowie Niklas Springer, Dennis Kuhlmann und Christoph Senke zu Oberfeuerwehrmännern. Nach erfolgreicher Teilnahme an der Truppmann-I- Ausbildung wurden Jan Hobein, Sebastian Ritter, Jobst Wehrmann sowie Constantin und Maximilian Ritter zu Feuerwehrmännern ernannt.

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