August Specht ist schon 60 Jahre in der Feuerwehr

Die Geehrten und Beförderten sowie Gäste der freiwilligen Feuerwehr Grupenhagen: Untere Reihe v. l.: Frank Larsen, August Specht, Jennifer Larsen, Ann-Kathrin Albert, Wilfried Bleibohm und Eckhard Bode. Obere Reihe v. l.: Friedhelm Senke, Mathias Ridderbusch, Bernhard Wagner, Sascha Köberle und Heiko Wehrmann. Foto: sbr
Grupenhagen (sbr). Das Jahr 2011 war aus der Sicht der Freiwilligen Feuerwehr Grupenhagen bezüglich des Einsatzgeschehens wieder einmal ein ruhiges Jahr. Lediglich zu einem Brand in nachbarschaftlicher Löschhilfe musste ausgerückt werden.
Der Hauptkamin des Schlosses Schwöbber brannte, und die Ortswehr Grupenhagen, die auf eine Wehrstärke von 47 Aktiven, 11 Kameradinnen und Kameraden in der Altersabteilung, 15 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr sowie 94 Freunde und Förderer verweisen kann, wurde zur Objektsicherung gerufen. In den vergangenen zwölf Monaten wurden 13 theoretische und praktische Dienste durchgeführt.
Der Musikzug, in dem zurzeit 32 Musiker spielen, feierte sein 55-jähriges Bestehen. Seit Anfang Juni leitet Enno Wehrmann das musikalische Aushängeschild der Brandschützer und hat damit die Nachfolge von Wolfgang Grah angetreten.
Das Dienstbuch der Wehr weist 1140 Stunden praktische und 1292 Stunden theoretische Ausbildung aus. Die Jugendfeuerwehr steuert 5200 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und allgemeine Jugendarbeit bei. Der Musikzug übte 1804 Stunden für 22 Auftritte mit 1014 Stunden. Insgesamt leistete die Ortswehr Grupenhagen 10 450 ehrenamtliche Dienststunden. Neben den Neuwahlen von Frank Larsen zum Ortsbrandmeister und Heiko Wehrmann zu seinem Stellvertreter wurde Michael Larsen in seinem Amt als Gruppenführer der 1. Gruppe einstimmig bestätigt. Die Kameraden wählten André Dennow zum Sicherheitsbeauftragten.
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden die Hauptfeuerwehrmänner August Specht für 60 Jahre Mitgliedschaft und Wilfried Bleibohm für 40 Jahre aktiven Dienst in der freiwilligen Feuerwehr geehrt. Befördert wurden der erste Hauptfeuerwehrmann Mathias Ridderbusch, die Oberfeuerwehrfrauen Ann-Kathrin Albert und Jennifer Larsen sowie der Oberfeuerwehrmann Sascha Köberle. Der neue Aerzener Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke wurde zum ersten Hauptbrandmeister befördert. Sein Stellvertreter Jörg Pyka darf künftig die Schulterstücke eines Oberbrandmeisters tragen.
Dewezet-Artikel vom 02.02.2012 – 06.00 Uhr
Personalkarussell dreht sich in Grupenhagen
Neue Spitze nach „denkwürdigem Verfahren“

Der neue stellvertretende Gemeindebrandmeister Jörg Pyka, Bürgermeister Bernhard Wagner und der zukünftige Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke (v. li.). Formal beginnt die Amtszeit am nächsten Samstag. Foto: sbr
Aerzen (sbr). „In einigen Tagen läuft die Amtszeit von Eckhard Bode ab. Heute wollen wir die Weichen für die Zukunft stellen und ein denkwürdiges Verfahren hier und heute zu einem Ende bringen“, sagte Bürgermeister Bernhard Wagner und schlug damit am Wochenende ein neues Kapitel in der Geschichte der Gemeindefeuerwehr Aerzen auf. Der zukünftige Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke (Grupenhagen) und sein neuer Stellvertreter Jörg Pyka (Aerzen) erhielten vom Bürgermeister die entsprechenden Urkunden über ihre Berufung in das Beamtenverhältnis als Ehrenbeamten mit Wirkung vom 28. Januar 2012 für die Dauer von sechs Jahren. Von ihnen werde erwartet, dass sie ihre Amtspflichten gewissenhaft erfüllen und zum Wohle des Feuerlöschwesens tätig sein werden, zitiert der Bürgermeister aus dem Urkundentext. Im Rat steht die Bestätigung der neuen Spitze im März auf dem Programm.
Als oberster Dienstherr aller Brandschützer im Flecken Aerzen vertrat Bernhard Wagner die Ansicht, die Hauptversammlung der Ortswehr Grupenhagen sei ein würdiger Rahmen, um die am kommenden Samstag in Kraft tretenden Neuerungen an der Gemeindefeuerwehrspitze formell in die Wege zu leiten. „Die Spitze der Gemeindefeuerwehr ist und bleibt mit dieser Weichenstellung einsatzfähig und schlagkräftig“, erläuterte Bernhard Wagner kurz die aktuelle Situation. Gemeindebrandmeister Eckhard Bode stand für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung, nachdem ihm das Gemeindekommando anlässlich der turnusmäßigen Wahl im vergangenen Jahr mehrheitlich die Zustimmung verweigert hatte, wie aus der nicht öffentlichen Sitzung bekannt geworden war. Die Neubesetzung des Postens zum Ende seiner Amtszeit am 28. Januar wurde notwendig. Mit Friedhelm Senke als zukünftiger Gemeindebrandmeister sowie seinen Vertretern Jens Pieper, der dieses Amt bereits seit mehreren Jahren bekleidet, und Jörg Pyka, der erstmals eine Führungsposition im Gemeindekommando übernimmt, ist die Spitze der Gemeindefeuerwehr wieder komplett. „Die Zukunft wird neue große Aufgaben mit sich bringen, vor denen man nicht zurückschrecken darf. Wir wollen uns gemeinsam diesen Aufgaben stellen und dabei immer ein offenes Ohr haben und Verständnis für die Basis zeigen“, blickt Jörg Pyka im Namen des zukünftigen Gemeindekommandos in die Zukunft.
Seit seiner Jugendfeuerwehrzeit ist der bisherige stellvertretende Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke Feuerwehrmann mit Herz und Seele. Er gehörte 1974 zu den Gründungsmitgliedern der Jugendfeuerwehr Grupenhagen, bekleidete von 1988 bis 2001 das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters und wechselte anschließend an die Spitze der Ortswehr. Jörg Pyka war 1979 Gründungsmitglied der Jugendfeuerwehr Aerzen, anschließend mehrere Jahre Jugendwart und stellvertretender Gemeindejugendwart. Er bekleidet das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters der Freiwilligen Feuerwehr Aerzen und engagiert sich darüber hinaus auf Kreisebene als Ausbilder für Atemschutzgeräteträger.
Dewezetartikel vom 23.01.2012 – 06.00 Uhr
Schlot des Schlosshotels spuckt Feuer
Schwöbber (ube). Weil sich Ruß im Schornstein des Kamins im Rittersaal von Schloss Schwöbber entzündet hatte, sind am Mittwochabend drei Feuerwehren ausgerückt. Die Freiwilligen mussten sehr behutsam vorgehen. Schlotbrände sind extrem heiß – und: Sie können nicht mit Wasser gelöscht werden.
Experten wisse: Bei Temperaturen von mehr als 1000 Grad würde sich die Flüssigkeit explosionsartig ausdehnen und den Schornstein sprengen. Aus einem Liter Wasser entstehen schlagartig 2000 Liter Wasserdampf.
Um 18.12 Uhr wurde die Feuerwehr telefonisch zu Hilfe gerufen. Die Feuerwehren Königsförde und Aerzen rückten aus, erkundeten die Lage im Hotel. Zehn Zimmer wurden kontrolliert – dabei kam auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz.
„Erste Fegemaßnahmen konnten aufgrund der starken Rauchentwicklung und des Funkenfluges nur unter Atemschutz durchgeführt werden“, berichtet Feuerwehrmann Sebastian Bohne aus Aerzen. Ortsbrandmeister Andreas Uthe leitete den Einsatz – er ließ um 19.24 Uhr auch die Feuerwehr Grupenhagen alarmieren. Der Schlot spuckte zu diesem Zeitpunkt immer noch viel Feuer. Zum Schutz einer mit Holz beplankten Dachterrasse und des Spitzbodens wurden lange Schlauchleitungen verlegt.
Eine Evakuierung war nicht erforderlich. Lediglich Gästen aus zwei Zimmern seien vom Hotel andere Räume angeboten worden, so Uthe. Feuerwehrleute unterstützten einen ebenfalls alarmierten Schornsteinfeger später bei den Reinigungsarbeiten.
Dewezet-Artikel vom 17.11.2011 – 13.32 Uhr